Namibia stand schon immer sehr weit oben auf unserer Liste der Traum-Reiseziele, die wir entdecken wollten. Und nun haben wir uns diesen Traum endlich erfüllt. Ein Land, das auf besondere Weise Ruhe, Weite und Abenteuer miteinander verbindet. Mit dem Auto über staubige Pisten fahren, die unendliche Weite der Wüste spüren und unter dem funkelnden Sternenhimmel Afrikas schlafen, das wollten wir erleben. Dazu noch die unglaublichsten Tiere entdecken, die wir nur aus dem Tierpark oder König der Löwen kennen.
Auf unserem Roadtrip durch Namibia wurde dieser Traum nun Wirklichkeit. Von der Hauptstadt Windhoek aus starteten wir unser Abenteuer. Der Flug von Deutschland nach Namibia dauert etwa 10 Stunden. Bei der Planung und Organisation haben wir uns Spezialisten an die Hand genommen. Die Crew von Jacana Safaris & Tours hat mit uns zusammen die Route geplant und zusammen gestellt. Die verschiedenen Unterkünfte entlang der Reiseroute haben wir dann auch gemeinsam ausgewählt. Dabei standen nicht nur die Nationalparks, Tiere und Wüste im Mittelpunkt, auch die deutsche Kolonialgeschichte wurde mit einbezogen, was bei einer Namibia-Reise sehr wichtig ist.
In den meisten Unterkünften haben wir zwei Übernachtungen eingeplant, sodass wir neben den Transfertagen im 4×4 auf der Piste immer auch volle Tage für Abenteuer in hatten. Jeder Tag in Namibia fühlte sich an wie ein neues Kapitel und wir entdeckten immer wieder Neues. Spektakuläre Sonnenuntergänge, beeindruckende Weite, herzliche Begegnungen und unvergessliche Momente inmitten der afrikanischen Natur.
Kommt mit auf unsere Reise durch Namibia – ein Land, das uns wirklich berührt hat.
Einreise in Namibia – Es geht alles etwas langsamer
Die Einreise gestaltete sich nicht ganz so einfach und schnell, wie wir uns das erhofft hatten. Der internationale Flughafen in Windhoek ist klein und es ist nur unser Flugzeug an dem Morgen gelandet. Trotz das fast alle Schalter für die Einreise besetzt waren, dauerte das Prozedere sehr lange.

Man braucht für die Einreise als Familie nicht nur einen Reisepass. Die Kinder benötigen eine internationale Geburtsurkunde. Dazu muss ein Visum vor der Reise online beantragt werden. Das kostet auch Gebühren und sollte auf jeden Fall in ausgedruckter Form zur Einreise mitgeführt werden.
Als wir das geschafft hatten, suchten wir unseren Mietwagen-Anbieter Hertz. Den hatten wir schnell gefunden. Hier ging alles gewohnt zügig. Dann haben wir uns noch eine eSIM direkt am Airport geholt und bis wir dann wirklich alles hatten und auch die Übergabe des Mietwagens vor dem Airport abgeschlossen hatten, waren fast 3,5 Stunden vergangen.
Der Roadtrip durch Namibia konnte starten
Unser erster Streckenabschnitt sollte uns von Windhoek bis zum Little Kuala Camp von Wilderness führen. Das waren knapp 350 Kilometer größtenteils auf Piste und damit über 4 Stunden Fahrt. Wir holten noch ein paar Snacks und genügend Wasser im ersten großen Supermarkt in Windhoek und dann konnte es auch schon los gehen.
Am Anfang noch auf Asphalt, kamen wir recht schnell auf die erste Gravelroad. Hier darf man „nur“ noch 80 km/h fahren und wir freuten uns über die riesige Staubwolke hinter uns. Die Crew von Jacana Safaris & Tours hat uns eine passende Strecke durch Namibia zusammen gestellt und alles geplant, sodass wir ein abwechslungsreiches Programm auf uns wartete und wir aber dennoch in Namibia gut von Unterkunft zu Unterkunft kommen.

Was man beim Befahren einer Gravelroad wissen muss: Es gibt immer wieder ausgewaschene Abschnitte, die wie ein Waschbrett sind. Fahrt hier zügig drüber, denn es ist wirklich angenehmer für euch und fürs Auto. Aber achtet in Kurven auf angepasste Geschwindigkeiten. Wir sind auf den Gravelroads mit 4×4-Antrieb gefahren.
Wir haben auf unserem Weg schon die ersten Tiere entdeckt. So sind uns Antilopen, Warzenschweine, Springböcke und ein Strauss begegnet. Wir waren schon jetzt total aufgeregt und freuten uns nun so richtig auf die kommenden Tage auf Namibia.
Das Little Kuala Camp von Wilderness
Wir erreichten dann am frühen Abend noch vor Sonnenuntergang das Little Kuala Camp von Wilderness. Wir wurden sehr freundlich empfangen. Es wurden erfrischende Getränke gereicht und uns gleich mal alles gezeigt, was für unseren Aufenthalt wichtig ist.
Das Little Kulala Camp von Wilderness ist ein luxuriöses Wüstencamp im privaten Kulala-Wildreservat, direkt an der Namib-Wüste gelegen und mit eigenem Zugang zum Namib-Naukluft-Nationalpark. Die Lodge verfügt über 11 klimatisierte „Kulalas“ (Chalets) mit privatem Pool, Veranda und einer Dachterrasse. Dazu gibt Sternenbetten „Skybeds“ und offene Duschen für das perfekte Outdoor-Feeling.
In der Hauptlodge fanden wir eine Lounge, Bibliothek, Dining-Bereich und die Bar – alles in natürlichen Farben und Materialien gestaltet, damit es harmonisch mit der umgebenden Wüstenlandschaft verschmilzt. Die Kombination aus Ruhe, Exklusivität und spektakulärer Natur macht Little Kulala von Wilderness zu einem echten Rückzugsort in der Namib Wüste. Wir fühlten uns direkt wohl.



Wir lernten auch gleich unseren Guide für die kommenden Tage kennen. Mit Emanuel sollten wir nun zwei Tage Abenteuer im Little Kulala und Sossusvlei erleben. So starteten wir auch sofort zu einer Sonnenuntergangstour. Emanuel fuhr mit seinem Safari-Auto vor, wir stiegen ein und ab ging es zu einer Anhöhe, von der wir unseren ersten atemberaubenden Sonnenuntergang in Namibia erleben konnten, während wir das Programm für den kommenden Tag besprachen.
Zum Abendessen ging es wieder zurück ins Camp, wo ein herrliches BBQ auf uns wartete. Im Schutz der Dunkelheit sahen wir wenige Meter hinter uns Schakale und Antilopen. Wahnsinn!
Soussuvlei im Namib Naukluft Nationalpark
Am kommenden Morgen gab es ein kleines aber sehr feines Frühstück im Little Kulala Camp. Dazu konnten wir uns kleine Lunch-Beutel für den Tag packen. Es gab frisches Obst, Marmeladen, frisches Brot und Gebäck.
Guide Emanuel wartete schon mit dem Safari-Auto. Alles Kameras geschnappt und los konnte es gehen auf unser erstes Abenteuer in Namibia. Auf dem Weg erklärte uns Emanuel sehr viel zur Entstehung von Namibia und zur Geologie des Landes. So berichtete er auch das Sossusvlei mit dem Zusammenspiel der Namib-Wüste.


Big Daddy in der Namib-Wüste
Wir fuhren weiter in Richtung der riesigen Sanddünen der Namib. Und dann parkten wir auf einem sandigen Platz und stiegen aus. Kennt ihr Big Daddy? Fragte uns Emanuel und zeigte mit dem Finger auf eine riesige Düne. Da wandern wir jetzt hinauf. Oha! Na dann mal los!
Wir liefen etwa 45 Minuten durch den Wüstensand und es wurde durchaus warm. Wir hatten aber genügend Wasser bei uns. Mit sehr viel Sand in den Schuhen erreichten wir die Spitze der Sanddüne und schauten dann über die Namib-Wüste bis fast zum Meer. Vor uns lag das Dead Vlei, der wohl bekannteste Foto-Spot Namibias. Doch wie kommen wir da hinunter? Emanuel sagte… na den direkten Weg. Kaum hatte er es ausgesprochen rannten Flo und Ben los die Düne hinunter. Also wir hinterher.


Unten angekommen hatten wir so viel Sand in unseren Garmont 9.81 ENGAGE GTX, die aber einen perfekten Job hier in der Wüste machten.
Dead Vlei – Der Fotospot
Nun standen wir auf ausgetrocknetem Lehmboden und wanderten über diese riesige Fläche in Richtung der schwarzen Punkte am Horizont. Dies waren die berühmten schwarz getrockneten Kameldornbäume. Sie sind vor tausenden Jahren ausgetrocknet und abgestorben und stehen bis heute hier an diesem Ort.
Natürlich haben wir die üblichen Fotos von diesem Ort gemacht. Es fühlt sich völlig surreal an hier zu stehen. Aber es wurde langsam recht heiß und es gab hier nirgends Schatten. Langsam füllte sich auch der Ort mit Touristen, obwohl sich das alles in Grenzen hielt. Es war nicht so krass überlaufen, wie wir es erwartet haben.

Wir fuhren noch ein kleines Stück weiter und Emanuel richtete ein kleines Picknick an. Es gab erfrischende Getränke, kleines Gebäck und sogar einen frischen Kaffee bereitete er zu.
Der Sesriem-Canyon
Es wurde nun richtig heiß, aber unser Guide wollte uns noch den Sesriem-Canyon zeigen. Dies ist ein kleiner, etwa ein Kilometer langer und 30 Meter tiefer Canyon, der am Rand des Namib-Naukluft Nationalparks liegt. Der Canyon war auch begehbar, und so zeigte uns Emanuel den Weg hinein. Wir liefen und kletterten, bis wir nicht mehr weiter kamen. Unter uns befand sich auf einmal ein kleines Wasserloch. Das sei aber sehr tief und große Fische hätten wir da drin auch gesehen. Wenn es regnet, füllt sich der Canyon mit Wasser und es soll ein toller Ort zum Schwimmen sein.
Für uns ging es nun aber wirklich wieder zurück zum Camp. Der Sesriem-Canyon ist nicht so spektakulär, aber es lohnt sich für einen kleinen 30 Minütigen Abstecher dort hin zu fahren. Im Little Kulala Camp haben wir es dann erstmal entspannt angehen lassen. Es gab etwas zu Essen und dann genossen wir einfach etwas die Ruhe.

Quad-Tour am Abend
Für den späten Nachmittag hatte Emanuel noch eine coole Idee, welche besonders bei Flo und Ben richtig gut ankam. Eine Quad-Tour durch das Little Kulala Reservat. Und zur Freude von den Jungs hatte jeder sein eigenes Quad. Wir fuhren eine schöne Runde mit herrlichen ausblicken bis auf eine Anhöhe. Hier hatten wir einen genialen Blick über das komplette Little Kulala Gebiet.
Zurück wurde es dann sehr staubig und wir fuhren teilweise durch ein ausgetrocknetes Flussbett. Im Camp angekommen waren wir vollkommen verdreckt. Aber den Spaß war es wert.

Beim Abendessen ließen wir diesen wunderschönen Tag mit der Big Daddy Düne, dem Dead Vlei und der Quad-Tour nochmal durch unsere Köpfe gehen. Einfach unglaublich so einen Start in Namibia zu haben.


Der Apfelkuchen in Solitaire
Wir starteten am nächsten Tag nach dem Frühstück und einer sehr herzlichen Verabschiedung am Little Kuala Camp von Wilderness. Unserem Roadtrip durch Namibia führte wieder über Schotterpisten vorbei an Solitaire – einem dieser Orte, die man eigentlich nicht plant, aber unbedingt erlebt haben muss. Mitten im Nirgendwo, zwischen den endlosen Weiten der Namib und den Pisten von Sossusvlei nach Windhoek bzw. Swakopmund, liegt dieses kleine Wüstendorf, das für viele Reisende zu einem legendären Zwischenstopp geworden ist.
Solitaire besteht eigentlich nur aus einer Tankstelle, einem kleinen Laden, einer Lodge, einem Campingplatz – und natürlich dem berühmten Café mit der wohl besten Bäckerei Namibias. Schon beim Aussteigen weht der Duft von frisch Gebackenem durch die trockene Wüstenluft, und natürlich mussten auch wir den legendären Apfelkuchen probieren. Und ja – er ist wirklich so gut, wie alle sagen! Saftig, süß und mit einer dicken Streuselkruste – einfach perfekt.




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Die alten, verrosteten Autowracks, die rund um Solitaire verteilt sind, verleihen dem Ort seinen ganz eigenen Charme. Sie erzählen Geschichten von längst vergangenen Zeiten und bilden die perfekte Kulisse für ein paar stimmungsvolle Fotos – typisch Namibia eben mit einem Hauch von Wild West Feeling. Nach einer kurzen Pause, einem Stück Apfelkuchen und einem frisch gebrühten Kaffee ging es für uns weiter Richtung Swakopmund. Solitaire mag klein sein, aber es gehört für uns ganz klar zu den unvergesslichen Momenten auf unserem Namibia-Roadtrip.
Standführung in Swakopmund
In der Stadt Swakopmund haben wir uns mit Jana von Namibia Audioguide Exploradio getroffen. Sie machte mit uns eine Stadtführung durch die wohl deutscheste Stadt außerhalb Deutschlands. Wir hatten auch noch das passende Wetter dazu abgepasst. Es waren 15 Grad und es nieselte. Also fast wie im April in Deutschland.
Das ließ aber gerade Jana mit ihrer extrem positiven Einstellung nicht davon abhalten, uns die Stadt Swakopmund und die deutsche Geschichte hinter der Stadt mit voller Energie näher zu bringen. Die Geschichte ist nicht unbedingt leichter Stoff und die koloniale deutsche Vergangenheit von Swakopmund ist an vielen Ecken noch heute sichtbar. Straßenschilder, Innschriften an Häusern und Jahreszahlen deuten noch immer auf die deutschen Siedler hin.



Viele Verbrechen wurden damals an den afrikanischen Stämmen begangen. Aber die Menschen sind heute alles freundlich und sehr zuvorkommend. Dennoch war es für uns ein komisches Gefühl mit dem Wissen dieser Geschichte als deutsche Touristen durch die Stadt zu laufen. Vielleicht war auch ein Stück das Wetter mit dran Schuld. Jana gab auf jeden Fall alles, um die Geschichte sehr positiv zu erzählen.
Mit Jana haben wir auch eine Podcast Folge zu unserer Namibia-Reise aufgenommen. Diese findet ihr hier:
The Delight Hotel Swakopmund von Gondwana Collection Namibia
Mitten in Swakopmund, nur wenige Gehminuten von der Strandpromenade, Restaurants und Cafés entfernt, liegt das The Delight Hotel der Gondwana Collection Namibia. Schon beim Betreten spürt man die fröhliche, moderne Atmosphäre – hell, farbenfroh und mit ganz viel Liebe zum Detail gestaltet.
Das The Delight ist kein typisches Stadthotel, sondern ein Ort, der seinem Namen wirklich gerecht wird: ein kleines „Vergnügen“ inmitten der Küstenstadt. Die Zimmer sind stilvoll, komfortabel und bieten alles, was man nach einem erlebnisreichen Tag zwischen Wüste und Atlantik braucht. Besonders in Erinnerung bleibt uns das unglaublich gute Frühstück – frisch, abwechslungsreich und mit einem eigenen Omelett- und Smoothie-Stand, der jeden Morgen zum Highlight machte. Es gab sogar frische Austern zum Frühstück.
Typisch für die Gondwana Collection ist auch hier der herzliche Service: persönlich, aufmerksam und immer mit einem Lächeln. Egal, ob man Tipps für Restaurants, Ausflüge oder einen Sundowner-Spot sucht – das Team hilft sofort weiter. Für uns war das The Delight Swakopmund ein perfekter Ausgangspunkt, um die charmante Küstenstadt zu entdecken – modern, gemütlich und mit einer Portion Leichtigkeit, die einfach zu Swakopmund passt.


Tour zum Sandwich Harbour mit OKANGALA Tours & Safaris
Der nächste Tag startete eher etwas entspannter für uns. Zum Frühstück im The Delight Hotel von Gondwana gab es ein wunderschönes großes Buffet. Es gab sogar Austern. Aber diese sollte es auch auf der Tour mit Alex von OKANGALA Tours & Safaris geben. Er fragte zu mindestens am Vorabend nach unseren Vorlieben und ob jeder von uns Austern isst.
Aber beginnen wir von vorn: Alex von OKANGALA Tours & Safaris haben wir in Walvis Bay auf einem kleinen Parkplatz getroffen. Von hier starteten wir eine Tour mit ihm nach Sandwich Harbour. Das ist der berühmte Strandabschnitt wo die riesigen Sanddünen der Namib-Wüste auf den Atlantik treffen.

Wir fuhren erst an einer Saline entlang und sahen hier viele rosa Flamingos und sogar Pelikane im Wasser. Dann kamen wir an den Strand und hier gab Alex Gas. An Robben und einem toten gestrandeten Wahl vorbei fuhren wir Richtung Dünen. Er machte dann einen kurzen Stopp für einen Tee. Na klar, so ne Teepause muss sein… Alex nutzte die Zeit um den Luftdruck der Reifen anzupassen. Und schon ging es weiter.
Auf einmal befanden wir direkt zwischen der riesigen Düne und dem Atlantik. Wir fuhren dann eine Düne hinauf und standen auf einer der höchsten Dünen mit einem unfassbaren Blick über den Sandwich Harbour. Weiter ging es durch die Wüstedie riesigen Dünen hoch und runter, wie in einer Achterbahn. Bei einem kleinen Stopp zeigte uns Alex mit einem großen Magneten, wie viel Eisen hier in der Wüste ist.


Die Tour ging noch weiter und im Schutz von zwei Dünen baute Alex ein kleines Picknick auf. Er hatte so viele tolle Leckereien dabei. Einfach Wahnsinn! Es war unglaublich schön hier zu sitzen und unter anderem die am Anfang beschriebenen Austern zu genießen. Nun machten wir uns auf den Rückweg und erreichten gegen 13 Uhr wieder den Ausgangspunkt, den kleinen Parkplatz.
Robben am Cape Cross
Es war nun Nachmittag und wir wollten unbedingt noch zum Cape Cross. Wir hatten erst überlegt, dies auf dem Weg nach Damaraland zu machen, aber letztendlich wollten wir den zusätzlichen Umweg an dem Tag umgehen. Und diesen Nachmittag hatten wir noch Zeit. Also schnappten wir unseren 4×4 und fuhren Richtung Cape Cross. Das Navi zeigte die Ankunft um 16:55 Uhr. Das Robben Reservat am Cape Cross sollte aber um 17:00 Uhr schließen, was wir aber so richtig erst verstanden haben, als wir schon unterwegs waren. Also hieße es etwas mehr Gas geben, wo es erlaubt war.
Wir erreichten dann auch 15 Minuten vor Schließung das Robben Reservat am Cape Cross. Am Eingangstor mussten wir noch den Eintritt bezahlen und einige Formalien ausfüllen. Dann fuhren wir zum berühmten Robbenstrand. Wir hatten schon zuvor Bilder im Internet gesehen, aber was uns hier erwartete konnte nicht in Bildern ausgedrückt werden. Mann muss es vor Ort am Cape Cross erleben.


Auf einem Holzsteg konnte man am Strand entlang laufen. Rings um den Holzsteg waren tausende Robben. Der Geräuschpegel war extrem und der Geruch von den Robben war noch extremer. Ja, die Robben sahen sehr süß aus, aber der Gestank war sehr unangenehm. Wir sind den Robben aber auf dem sicheren Steg sehr nah gekommen. Wir staunten und fwaren völlig fasziniert von den vielen Tieren.
Einen Blick in die hohen Wellen offenbarte dann noch mehr Robben. Überall waren sie. Unglaublich!

Das Strandhotel Swakopmund von O&L Leisure
Für uns ging es dann wieder zurück nach Swakopmund. Dort bezogen wir heut das Strandhotel von O&L Leisure. Wie der Name schon sagt, liegt das Hotel direkt an der Promenade und dem Strand von Swakopmund. Von hier aus konnten wir auch die Seebrücke. Schon beim Betreten des Hotels spürte man die entspannte Atmosphäre und den Hauch von Luxus, den man hier genießen kann. Die Zimmer sind modern eingerichtet und bieten einen hohen Standard, viele davon auch mit Meerblick. Das Rauschen der Wellen am Strand von Swakopmund sind so ständiger Begleiter.



Nach unserem Tag voller Abenteuer, ist das Strandhotel der ideale Ort, um den Tag ausklingen zu lassen. Besonders schön: der Sonnenuntergang auf der Terrasse mit Blick aufs Meer oder ein Abendessen in einem der drei Restaurants. Hier wir der Gaumen mit italienischer Küche, einem Steakhouse und einem Fisch-Restaurant verwöhnt. Wir haben uns an diesen Abend für Fisch im Ocean Cellar entschieden. Das Essen war ausgezeichnet und es gibt hier an der Atlantikküste natürlich Austern. Die haben wir auch im Strandhotel probiert.


Für uns ist das Strandhotel Swakopmund von O&L Leisure ein perfekter Zwischenstopp auf unserem Namibia-Roadtrip – zentral gelegen, direkt am Meer und mit dem besonderen luxuriösen Wohlfühlfaktor.
Wieder auf der Piste – Es geht zur Spitzkoppe
Der Tag startete entspannt, denn heute war die Strecke nicht so weit, die wir vor uns hatten. Beim Tasche packen im Strandhotel Swakopmund von O&L Leisure haben wir auf einmal Delfine in der Bucht vor unserem Hotelfenster gesehen. So kann doch ein Tag starten! Wir gingen dann zum Frühstück, welches ein großes Buffet bereit hielt. So gut gestärkt starteten wir dann in Swakopmund und fuhren in Richtung Spitzkoppe.
Es ging erst ein Stück über asphaltierte Straße und dann wieder über eine Piste. Schon von weiten war die Spitzkoppe zu sehen und es sah einfach sehr schön aus, wie diese roten riesigen Felsen aus dem recht flachen Land heraus ragten. Je weiter wir an die Spitzkoppe kamen, desto beeindruckender wurden die Berge.


Spitzkoppe Tender Camp & Campsites
Wir erreichten dann das Spitzkoppe Tender Camp direkt an den riesigen roten Felsen. Uns wurde unsere Unterkunft für die kommende Nach gezeigt und alles im Camp erklärt. Es gab einen Gemeinschaftsbereich mit einer Bar und Restaurant. Es gab eine große Feuerstelle und sogar einen Pool. Unsere kleine Glamping-Hütte stand etwas abseits, direkt gegenüber vom berühmten Rock Arch. Wir hatten also den perfekten Blick darauf.
Im Häuschen hatten wir ein Doppelbett, ein kleines offenes Bad mit Dusche und Toilette und Blick nach draußen. Dazu eine Feuerstelle vor dem Glamping-Haus und eine kleine steinerne Küchenzeile mit fließend Wasser. Alles sehr einfach, aber mehr braucht man eigentlich nicht.



Gamedrive an der Spitzkoppe
Am Nachmittag hatten wir noch einen Gamedrive geplant. Ein Gamedrive ist eine Wildbeobachtungsfahrt (Game = Wildtier) in einem offenen Auto. Mit einem Guide von Tendet Camp ging es los in das Spitzkoppe Reservat. Hier fuhren wir zu einer steilen Felswand, die wir an einem Geländer aus einer Kette nach oben kletterten. Dort fanden wir einen Felsüberhang vor, wo Höhlenmalereien an den Wänden waren.



Etwas weiter gab es noch eine zweite Stelle mit Malereien. Diese kann man wirklich nur mit Guide besuchen und werden auch gut bewacht. Übrigens kostet es auch etwas Eintritt, wenn man in das Reservat möchte.
Einen ganz besonderen Moment hatten wir dann noch, als wir unsere ersten Zebras in Namibia gesehen haben. Die Sonne ging langsam unter und wir waren voll happy die Tier hier sehen zu können.



The Rock Arch an der Spitzkoppe im Sonnenuntergang
Wir fuhren noch ein Stück weiter und erreichten dann den bekannten The Rock Arch. Hier war schon einiges los, aber damit haben wir jetzt zum Sonnenuntergang auch gerechnet. Dennoch war es sehr gut möglich schöne Bilder zu machen und den Moment zu genießen. Wir suchten uns dann ein Plätzchen und schauten der Sonne zu, wie sie hinter den roten Felsen unterging. Die Sonnenuntergänge in Afrika sind halt einfach magisch!
Am Abend saßen wir dann nach dem Abendessen im Spitzkoppe Tender Camp am großen Lagerfeuer mit den Stuff des Camps. Einer von ihnen hat Gitarre gespielt und liebte es Lieder zu singen. Er erzählte uns seine Geschichte und es war einfach ein wundervoller Moment, den wir niemals vergessen werden.


Von der Spitzkoppe zum Desert Rhino Camp von Wilderness
Von der Spitzkoppe sollte es heute zum Desert Rhino Camp von Wilderss gehen. Dies war eine recht lange Strecke und wir haben um 7 Uhr am Frühstückstisch gesessen. Uns wurden leckere Wraps und Omeletts zubereitet. So gut gestärkt wurde es wieder staubig auf den Pisten in Namibia.
Kurz hinter der Spitzkoppe holperte es kurz und wir Eltern, die wir vorn im Auto saßen schauten uns verdutzt an: „War das gerade eine riesige Schlange?“ Wir drehten um und fuhren zurück. Ja, es war eine etwa 1,20 Meter lange Schlange, mit einem etwa 12-14 cm Durchmesser. Also schon ein ordentliches Ding! Und trotz dass wir über sie gefahren sind, schlängelte sie sich noch von der Gravel Road hinunter. Wir machten noch Fotos und fuhren dann weiter.

White Lady Café in Uis
Als wir im Ort Uis ankamen, machten wir einen Stopp im White Lady Café. Das ist wirklich sehr entspannt, es gibt leckeres Essen und guten Kaffee und als Zwischenstopp sehr zu empfehlen. Hier zeigten wir die Bilder der Schlange. Uns wurde gesagt, dass es eine Puff-Otter war. Diese sind wohl eine der giftigsten Schlangen hier. Sie gehört zu der Gattung der Vipern und Gift hat sie ne ganze Menge in sich. Also Vorsicht, wenn ihr so etwas seht!
Das White Lady Café, bekam seinen Namen von Höhlenmalereien, die in der Nähe in Brandberg zu finden sind. Dort hin kamen wir heute aber nicht. Wir haben im Café ein spätes zweites Frühstück/frühes Mittagessen gemacht. Es war richtig gut!
Das Desert Rhino Camp von Wilderness
Für uns ging es weiter, vorbei an traditionellen Himba-Dörfern und Herero-Märkten am Straßenrand bis zum Entrance Gate Palmwag. Hier wurden wir kurz kontrolliert und dann ging es noch ein kleine Stück bis zum nächsten Eingangstor. Auch hier wurden wir kontrolliert, aber es wartete schon ein großes Safari-Auto mit Nicky unserm Guide von Wilderness für die kommenden Tage.
Wir stellten hier unser Auto ab und packten alle Taschen in das Safari-Auto. Dann ging es los. Wir fuhren etwa 1,5 Stunden und hielten Ausschau nach Leoparden, Giraffen, Zebras und Nashörnern. Aber leider haben wir keine Tier gesehen. Auf einmal tauchte ein Pickup Geländewagen auf. Uns lächelte ein Mann zu und unser Guide stoppte. Der Mann stellte sich vor. Er hieß Water und er legte uns große erfrischende, kühlende Tücher über die Schultern. Dazu reichte uns Water ein frisches Beeren-Sorbet.
Melanie meinte dann zu Nicky und Water, dass wir gern eine Giraffe sehen würden. Da antwortete Nicky ganz trocken: Da ist doch eine und zeigte auf eine riesige Ebene vor uns. Und tatsächlich, da war eine Giraffe in der Ferne zu sehen. Wir fuhren dann näher heran und waren voll glücklich unsere erste Giraffe in Namibia gesehen zu haben.
Als wir dann schließlich am Desert Rhino Camp von Wilderness ankamen empfing uns wieder Water mit kühlen Getränken. Da schauten wir nicht schlecht!




Uns wurden dann unsere Zimmer gezeigt. Zimmer ist untertrieben. Wir hatten eine große zeltähnliche Lodge mit zwei riesigen Schlafzimmern, einer herrlichen großen Terrasse, einem großen Bad mit Außendusche und einem Außen-Bett unterm Sternenhimmel. Das wollten wir auf jeden Fall eine Nacht nutzen.
Das Camp hatte zudem einen großen Gemeinschaftsbereich mit einer Lounge, einer Bar, einem Pool, einer großen Feuerstelle und vielen gemütlichen Sitzecken. OK, hier konnten wir es uns so richtig gut gehen lassen!
Sunset Tour und Giraffen
Am späten Nachmittag holte uns dann wieder Nicky mit seinem Safari-Auto ab. Es sollte zu einer Sunset-Tour gehen. Wir fuhren ein Stück aus dem Camp raus und schauten eher weniger auf den Sonnenuntergang, denn wir wollten Tiere sehen. Nicky zeigte und erklärte uns den giftigen Milky-Bush. Dieser ist für uns Menschen schon beim berühren giftig. Nashörnern dagegen lieben es diesen zu fressen.
Dann wurden uns noch an einem Wasserloch verschiedene Vogelarten gezeigt. Fragt bitte jetzt nicht, welche Vögel. Ein Vogel konnte aber mit seinen Federn Wasser zu seinen Jungen transportieren. Das war schon spannend. Viel spannender wurde es aber, als wir auf einer freien Ebene auf einmal Giraffen zwischen den kleine Bäumen und Sträuchern entdeckten. Es waren sieben Giraffen bestehend aus Männchen, mehreren Weibchen und dazu Jungtieren. Wir haben unzählige Bilder gemach.

Es wurde nun dunkel und wir fuhren zurück zum Camp. Hier lernten wir die Tracker kennen. Das waren die drei Männer, die am kommenden Morgen sehr früh vor uns auf die Suche nach den berühmten Black Rhinos (Spitzmaulnashörnern) gingen. Sie erklärten uns, welche Farbe unsere Kleidung für morgen haben sollte. Sie erklärten auch Verhaltensweisen für uns und sagten und, dass wir um 6:30 Uhr starten. OK, also wieder sehr früh aus dem Bett.
Aber erstmal gab es ein sehr leckeres Abendessen. Es gab drei Gänge nach unserer Wahl. Wir wurden umsorgt und sehr freundlich bedient. Man merkte, dass die Angestellten hier sehr gern arbeiten und ihren Job lieben. Die Stimmung war so positiv – unglaublich!
Auf Safari zu den Spitzmaulnashörnern (Black Rhinos)
5 Uhr… der Wecker klingelte. Wir schlüpften in unsere Safari-Outfits, schnappten alle Kameras und gingen zum Frühstück. Wie es nicht anders zu erwarten war, ist das Frühstück sehr gut gewesen. Dazu kam die positiv ansteckende gute Laune von Water und wir freuten uns auf den Tag.
Es wartete schon unser Guide Nicky mit seinem Safari-Auto. Es hatte Decken und Wärmflaschen dabei, denn es war wirklich noch sehr frisch. Rund eine Stunde waren uns die Rhino Tracker voraus. Sie suchten Spuren um ein Spitzmaulnashorn zu finden. Wir folgten ihnen also, fanden aber zuerst die Herde Giraffen, die wir schon am Vorabend gesehen hatten. Es ginf für uns weiter und auf einmal bekam Nicky einen Funkspruch. Wir wurden alle ganz leise und die Anspannung stieg.
Wir kamen zum Auto der Tracker und folgten ihnen langsam. Dann stoppten wir – noch haben wir nichts gesehen. Aber die Tracker haben etwas entdeckt. Wir stiegen aus und liefen ein Stück. Tatsächlich, da stand es, ein Spitzmaulnashorn, auch Black Rhino genannt. Aus etwa 80 Meter Entfernung und gegen den Wind beobachteten wir das Nashorn. Die Tiere können sehr aggressiv sein. Dieses hier war aber ziemlich entspannt.

Nach einer Weile stiegen wir wieder in die Autos und fuhren ein Stück weiter. Wir stoppten und uns erklärten die Tracker, wie sie Nashörner finden und aufspüren können. Es ging für uns alle weiter und wir machten auf einem Berg eine kleine Kaffee- und Tee-Pause. Wir hatten eine unfassbaren Blick über die Steinwüste. Die Tracker fuhren nun wieder voraus und wir hofften noch ein weiteres Nashorn entdecken zu können.
Wieder kam ein Funkspruch. „It´s running, it´s running!“ OK, die Tracker hatten ein weiteres Nashorn entdeckt. Und dann haben auch wir es gesehen. Unser Guide Nicky wollte noch näher ran, auch wenn wir ungünstig mit dem Wind standen und das Nashorn recht aggressiv erschien. Aber in dem Auto waren wir sicher. Dann rannte das Nashorn und es war echt aufregend für uns. Aber das Tier rannte in sicherem Abstand an uns vorbei. Wir beobachteten es noch eine Weile und dann fuhren wir weiter.


Unter einem Baum machten wir Stopp und hier hatten die Tracker bereits ein herrliches BBQ aufgebaut. Wir ließen es uns gut gehen und scherzten mit allen anwesenden. Ein wirklich cooler Moment. Nach dieser ausgezeichneten Stärkung ging es für alle zurück zum Desert Rhino Camp von Wilderness.
Sunset im Desert Rhino Camp
Nachdem wir es am Nachmittag etwas ruhiger angehen lassen und den Pool und die Spiele im Camp ausprobiert haben, hatte Nicky für Abend noch etwas besonderes vorbereitet.
Wir machten einen Spaziergang vorbei an den giftigen Milky Bushes zu einem Platz wo vier Stühle und ein kleiner Tisch mit Leckereien aufgebaut waren. Dazu gab es noch eine Kühlbox mit erfrischenden Getränken, die dort stand. Die Sonne neigte sich Richtung Horizont und von hier aus beobachteten wir einen der herrlichen Sonnenuntergänge in Namibia. Die sind wirklich ganz besonders.
Währenddessen unterhielten wir uns mit Guide Nicky und er erzählte uns, dass er bald in Rente geht. Man bekommt dann vom Staat eine monatliche Rente oder einen große Summe Geld auf einmal ausgezahlt. Er will sich dann Ziegen anschaffen und diese züchten und davon leben. Er erzählte uns auch, dass Wilderness ein hervorragender Arbeitgeber hier in Namibia ist. Den Eindruck haben wir auch bekommen und das fühlt sich sehr gut an.
Es war nun dunkel und wir kamen zurück ins Camp, wo schon das Abendessen auf uns wartete. Dazu wurde von der Crew gesungen und wir hatten einen tollen letzten Abend. Der Himmel war sternenklar und so entschlossen wir uns alle heute draußen zu schlafen. Unsere Lodge hatte zwei große Außen-Betten, die schon mit Wärmflaschen vorbereitet und schön kuschelig waren. Was für ein schöner Moment, so mit dem Blick in die Sterne einschlafen zu können.
Damaraland Camp von Wilderness
Für uns ging es heute vom Desert Rhino Camp zum Damaraland Camp. Beide Camps gehören zu Wilderness und sind zwei von zahlreichen Camps in Namibia. Wir fuhren mit Nicky wieder bis zum Haupttor zurück und wechselten hier wieder in unser Auto. Und schon waren wir wieder auf den Pisten Namibias.
Aber nicht lange, denn auf einmal standen einige Giraffen an der Straße. Wir stoppen und stiegen aus, um die Tiere zu beobachten. Auf einmal querten die Giraffen die Straße direkt vor uns und das war so ein cooler Moment. Einfach mitten in Namibia. Wir fuhren weiter und erreichten nach einer etwa zweistündigen Fahrt das Damaraland Camp.





Mit Gesang wurden wir sehr freundlich empfangen und fühlten uns quasi direkt wohl. Das Damaraland Camp ist eines der ersten Wilderness Camps in Namibia. Uns wurde gleich alles gezeigt und wir haben eine Family-Suite mit zwei großzügigen Zimmern bezogen. Wir schauten uns das Camp an und erkundeten den Pool, die Bar und den Lounge-Bereich. Dann stellte sich Rutavi bei uns vor, die in den kommenden Tagen mit uns auf Safari gehen wird. Sie schlug uns auch gleich für den Abend noch eine Safari vor, wo wir evtl. schon Elefanten sehen konnten.
Sundowner Tour zu den Elefanten im Damaraland
So machten wir das auch und stiegen am späten Nachmittag in das Safari-Auto von Rutavi. Wir fuhren in das ausgetrocknete Flussbett und schon auf einer Anhöhe entdeckten wir einen Elefant-Track und viele frische Spuren von Elefanten. Rutavi war sich sicher, dass die Elefanten dort unten sind. Wir fuhren in das ausgetrocknete Flussbett und da waren sie: die riesigen Elefanten.
Rutavi brachte das Auto (für unsere Verhältnisse) sehr nah an die Elefanten, doch diese ließen sich nicht stören. Rutavi achtete aber auch genau darauf, dass wir mit Respekt und dem nötigen Abstand zu den Tieren bewahrten. Nach etwa 30 Minuten ging es dann weiter und wir fuhren einen Berg hinauf. Von hier oben hatte man eine herrliche Sicht über die riesige Ebene, das Flussbett und die Berge des Damaraland im Hintergrund. Über die große Ebene rannte ein Strauss, das sah mega witzig aus. Wir fühlten uns wie in König der Löwen.

Dann ging die Sonne unter und wir genossen einige kühle Getränke, die Rutavi aus ihrem Auto zauberte. Mit diesen tollen Eindrücken ging es zum Camp zurück und wir wurden direkt mit dem Abendessen empfangen. Das war natürlich wieder ausgezeichnet. Gesungen wurde auch wieder. Mit Wärmflaschen im Bett kuschelten wir uns dann ein und schliefen traumhaft.
Auf Safari zu den Elefanten im Damaraland
Früh aufstehen kannten wir ja bereits, aber ohne Frühstück los zu fahren, war für uns in Namibia neu. Wir stiegen in das Auto von Rutavi ein und fuhren aber nur ein kurzes Stück bis auf einen Berg. Hier warteten drei Crewmitglieder vom Camp am Feuer und am Grill. Es gab ein typisches Bush-Frühstück zum Sonnenaufgang. Es wurde alles auf dem Feuer und auf dem Grill für uns zubereitet. Egal ob Brötchen, frischer Pap, Eier, Bacon und andere Leckereien. Dazu gab es frische Säfte und sogar Müsli und Joghurt.
Ein Highlight war die offene Toilette in der Nähe des Bushfrühstücks. Ja sie war auf einer Seite komplett offen und man saß in der Wildnis auf einer Toilette und schaute in die Berge. Die Crew machte sich den Spaß und gab uns einen Schlüssel für die Toilette mit. Haha… Nen Schlüssel für ne Toilette ohne Tür. Die Crew hatte ihre Spaß! Und wir auch!
Wir starteten nun wirklich die Safari mit Rutavi. Es ging für uns wieder in das ausgetrocknete Flussbett, wo wir schon am Vortag die Elefanten entdeckt hatten und da waren sie auch wieder. Es war die gleich Herde, wie am Vortag. Wir hatten aber dieses Mal etwas mehr Zeit die Tiere zu beobachten. Es war ein riesiger Elefanten Bulle mit mehrere Weibchen und einigen Jungtieren. Sie fraßen die Blätter von den Bäumen. So ein Elefant muß etwa 150 bis 300 Kilogramm pro Tag fressen. Und dem zufolge kommt auch fast genauso viel aus so nem Elefanten wieder raus. Ein Haufen ist da bis zu 50 Kilogramm schwer. Übrigens kann man an den frische der Haufen auch erkennen, wo sich die Elefanten befinden.



Wir fuhren weiter, denn wir wollten noch mehr Tiere entdecken. Wir fanden dann einen großes Giraffen Männchen. Das erkennt man an den Hörnern. Auch Affen, Perlhühner und Steinböcke haben wir entdeckt.
Einen einzelnen Elefanten-Bullen haben wir dann auf einer Ebene gefunden. Es war ein alter Bulle, der wohl zu keiner Herde gehörte. Dann lief uns noch ein Strauss mit drei Jungtieren über den Weg. Und eine große Herde Springböcke rauschte an uns vorbei. Das war sehr beeindruckend so viele Tiere hier erleben zu können. Für uns ging es wieder zurück zum Camp, wo wir mit einen leckeren Mittagessen erwartet wurden.
Wanderung im Damaraland
Am Nachmittag machte Rutavi noch eine Wanderung mit uns. Wir starteten am Camp und liefen einen Berg hinauf. Rutavi erklärte uns einiges zu den Tieren, die hier leben. Wir haben Spuren gelesen, aber keine Tiere gesehen. Es ging nun den Berg hinauf, denn unsere Jungs wollten nach ganz oben. Na gut, wir auch. Oben angekommen hatten wir eine tolle Aussicht auf das Damaraland.
Wir entdeckten hier klein Steinschriften. Rutavi erklärte, dass die Menschen, die hier hoch kommen, ihren Namen mit Steinen in den Sand legen. Logisch, das machten wir auch. Ähnlich wie Steintürme in den Alpen, standen hier überall Namen. Wir wanderten dann wieder hinunter und erreichten nach einer etwa 1 1/2 stündiger Wanderung wieder das Wilderness-Camp.

Traditionelles Abendessen im Damarland Camp
Am späten Nachmittag zeigte uns Camp-Manager Collin ein typisch namibianisches Spiel. Es hieß Mankala. In anderen Regionen wird es durchaus anders genannt. Es ist ein Holzbrett mit vielen in Reihe ausgehalten Vertiefungen. Hier liegen kleine Steine drin und man versucht von seinem Gegner die Stein zu bekommen. Nachdem Collin einmal gewonnen hat und einmal Flo, ging es auch schon zum Abendessen.
Collin führte uns zu einer ganz besonderen Platz. Dieser war umzäunt mit alten Baumstämmen und mit Feuer erleuchtet. Das sah so richtig afrikanisch aus. Uns wurde dann in Klicksprache erklärt, was es heute Abend zu Essen geben sollte. Wir haben natürlich nichts davon verstanden. Es gab aber Pap (Hirsebrei), gegrilltes Gemüse und Fleisch und als Nachtisch einen Kuchen mit Vanillesoße. Das alles in diesem unglaublichen Ambiente. Da hat uns die Crew vom Damaraland Camp echt überrascht und einen wundervollen Moment zum Abschluss hier gezaubert.

Am nächsten Morgen mussten wir das Damaraland wieder verlassen und für uns sollte es zum Etosha Nationalpark gehen. Aber noch hatten wir eine wundervolle Nacht hier.
Auf dem Weg zum Etosha Nationalpark
Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg zum Etosha Nationalpark. Uns erwarteten wieder zahlreich Kilometer auf den staubigen Pisten. Wir erreichten gegen Mittag den Ort Outjo, südlich vom Etosha Nationalpark. Hier haben wir nochmal getankt und unsere Wasservorräte aufgefüllt. Habt in Namibia immer genügend Wasser an Board. Das ist überlebenswichtig!
Im Farmhouse haben wir eine Mittagspause eingelegt, denn es war bereits früher Nachmittag. Wir bestellten ein typisch namibianisches Gericht, wovon wir nicht wussten was es ist. Es stellte sich als Pap mit Innereien raus. Von welchem Tier? Keine Ahnung, aber es hat sehr gut geschmeckt. Das Farmhous bietet übrigens auch deutsche und Schweizer Küche, da es von einem Schweizer und einer Namibinaerin geführt wird. Wer also den europäischen Gaumenfreuden frönt, wird auch da fündig.
Für uns ging es nun weiter vorbei an tausenden riesigen Termitenbauten Richtung Norden. Die spitzen Hügel der Termiten standen hier überall.
Etosha Safari Camp von Gondwana Collection Namibia
Am Nachmittag erreichten wir das Etosha Safari Camp von Gondwana Collection erreicht. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten die Nacht zu verbringen. Es gibt das Camping 2 Go, ein großes Zelt mit bis zu vier Betten, einem funktionellen Bad und einer Outdoor-Küche. Hier haben wir genächtigt.
Es gibt aber auch kleine Bungalows für zwei bis vier Personen. Diese haben aber keine Küche. Außerdem gibt es noch die Möglichkeit mit Zelt oder Dachzelt auf dem Camping-Platz des Etosha Safari Camps zu stehen.

Der Mittelpunkt ist der große Gemeinschaftsbereich mit Pool und Restaurant sowie Souvenir-Shop. Hier gibt es auch Frühstück und Abendessen als Buffet, wenn man das dazu gebucht hat. Wir hatten es dazu und es ist echt zu empfehlen. Dazu gibt es Musik am Lagerfeuer und eine coole entspannte Stimmung.
Auf Safari im Etosha Nationalpark
Der nächste Morgen startete sehr früh mit dem Frühstück am besagten Buffet. Dann fuhren wir zum Eingangstor des Etosha Nationalparks. Hier wartete Sebron auf uns. Er ist unser Guide für den heutigen Tag und wird versuchen mit uns so viele Tiere wie möglich zu finden.
Mit ihm fuhren wir durch das Haupttor zum Etosha Nationalpark. Man kann hier auch ohne Guide hinein fahren, aber man muss alle Regulärien beachten. Davon gibt es eine ganze Menge: unter anderem dürfen keine Plastiktüten oder Fleisch in den Park genommen werden. Drohnen sind ein absolutes Tabu! Auch wird der Eintritt nicht direkt am Tor bezahlt, sondern in den großen Lodges im Par. Diese sind aber mindestens 45min vom Tor entfernt. Also plant das unbedingt mit ein, solltet ihr alleine fahren wollen.

Für uns war das mit Guide kein Problem. Wir fuhren auch nur ein kurzes Stück auf der Hauptstrasse und bogen dann auf eine Gravel Road. Wir kamen nur wenige Meter weit, da standen drei oder vier große Giraffen vor uns. Sie schauten alle in eine Richtung. Sebron meinte: „Here is a Predator!“ Und wir schauten uns um. Tatsächlich sahen wir einen Löwen. Er schien aber sehr träge zu sein und wollte nicht jagen. So legte er sich in die Morgensonne und entspannte. Das war schon ein spannender Einstieg in den Tag.
Für uns ging es weiter und wir kamen an ein großes Wasserloch. Hier war viel los. Wie bei König der Löwen sah es aus. Es gab Zebras, Gnus, Hyänen, Springböcke, Strausse und Antilopen. In der Ferne sahen wir dann vier große Elefanten. Sebron stellte sein Auto direkt an den Elefanten-Track. Und kurze Zeit später passierten diese riesigen Dickhäuter unser Safari-Auto mit nur wenigen Metern Entfernung. Wahnsinn!

Wir fuhren dann zum Okaukuejo Resort mitten im Etosha Nationalpark. Hier gibt es auch ein Restaurant, wo wir eine Kleinigkeit gegessen haben bevor es weiter ging. Direkt an dieser Lodge gibt es auch ein großes Wasserloch, welches von vielen Tieren genutzt wird. So haben wir hier eine große Herde Elefanten gesehen. Es war toll den Dickhäutern beim Baden zuzuschauen. Besonders die kleinen Elefanten schienen richtig Spaß zu haben.
Sebron hatte gehört, dass an einem weiter entfernten Wasserloch Löwen am Vormittag gejagt haben. Er hatte die Hoffnung, dass diese sich dort noch immer befanden. Wir fuhren also fast 20 Kilometer über eine holprige Piste bis zu dem besagten Wasserloch. Wir schauten angestrengt umher, konnten aber nichts erkennen. Aber das geschulte Auge von Sebron wußte genau, wonach es schauen sollt. Und dann entdeckten er sie und deute auf einen großen baumartigen Busch im hohen Gras. In einem Gebüsch haben sich die Löwen versteckt. Sie hatten am Vormittag einen kleine Antilope gerissen.
Wir beobachteten die Löwen eine ganze Weile und nichts passierte. Dann kam eine Hyäne vorbei. Im Maul hatte sie die Reste der Beute vom Vormittag. Das schmeckte den Löwen gar nicht. Sie kamen aus ihrem Versteck und liefen nur wenige Meter an unserem Auto vorbei. Wir hielten den Atem an, aber glücklicherweise interessierten sie sich nicht für uns und liefen zum Wasserloch. Keines der anderen Tiere blieb noch hier. Ganz klar, wer hier der König und Chef am Wasserloch war.

Wir fuhren zurück und mussten wieder 20 Kilometer über die holprige Piste. Dann sahen wir eine große Elefantenherde, welche die Straße querte. Wir standen auf einmal direkt am Elefanten-Weg, denn Sebron stellte sein Auto perfekt. So nah waren wir noch nie den Elefanten. Was für ein unglaubliche Erlebnisse hier im Etosha Nationalpark. Wer König der Löwen wirklich erleben will, der muss hier her kommen. Und am Besten mit einem Guide wie Sebron.
Für uns ging es nun wieder zum Ausgang des Etosha Nationalparks. Wir verabschiedeten uns und stiegen wieder in unser Auto.
Etosha Safari Lodge von Gondwana Collection Namibia
Am späten Nachmittag erreichten wir die Etosha Safari Lodge, die auf dem gleichen Gelände wie das Etosha Safari Camp lag. Die Lodge ist aber wesentlich luxuriöser ausgestattet. Das Haupthaus in der Mitte ist der zentral Mittelpunkt. Von hier gehen nach rechst und links kleine feine Bungalow-Häuser ab. Es gibt drei Pools auf dem Gelände und am Haupthaus eine lange Aussichtsplattform, die einen perfekten Blick auf Sonnenaufgang und -untergang zulässt. Wir haben auch genau das getan und freuten uns dann auf das Abendessen.
Übrigens bietet die Etosha Safari Lodge auch einen sehr exklusives Haus für Pärchen. Wir konnten hier mal einen Blick hinein werfen. Auf zwei Stockwerken mit einem eigenen Pool und allem Luxus, den man sich wünscht, können Paar hier Flitterwochen oder besondere Anlässe feiern.

Das Ghaub Nature Reserve & Lodge von One Namibia
Für uns ging es nun vom Etosha Nationalpark in Richtung Süd-Osten von Namibia. Wir wählten extra eine Route, die uns über die Gravelroads führte. Denn dies war für uns angenehmer, als auf der normalen großen Straße unterwegs zu sein. Übrigens ist in Namibia Links-Verkehr, aber nach den vielen Tagen, die wir nun hier sind, hatten wir das easy drauf.

Am Nachmittag erreichten wir dann das Glaub Nature Reserve und uns empfingen schon die vielen Warzenschweine, die man auch hier Pumba nennt. Uns wurden dann direkt unsere beiden Zimmer gezeigt. Das Ghaub Nature Reserve war früher eine Ranch und noch weiter zuvor eine Missionars-Station. Neben den Zimmern gibt es hier auch einige Camp-Grounds.

Für was das Ghaub Nature Reserve von One Namibia steht, haben wir recht schnell gesehen. Es gibt hier Breitmaulnashörner, die gezüchtet werden und in dem riesigen Reservat leben. Wir haben sie schon bei unserer Ankunft entdeckt. Den restlichen Tag ließen wir sehr entspannt ausklingen. Es regnete sogar zwischendurch und kühlte die Luft so sehr angenehm ab. Das Abendessen war einfach aber gut und wir gingen früh ins Bett.
Safari zu Fuß zu den Breitmaulnashörnern (White Rhinos)
Am Vormittag stand für uns eine Safari zu Fuß an. Wir wollten Breitmaulnashörner beobachten. Nashörner? Zu Fuß? Das dachten wir uns. Wir waren mit einem Guide unterwegs und als wir auf die ersten Nashörner trafen, merkten wir: Diese hier sind sehr friedlich, fast wie Kühe. Wenn sie etwas zu nahe kommen, macht man „buh“ und sie schrecken zurück.
Unser Guide erzählte, dass es ein etwa 3 Wochen altes Nashornbaby auf dem Gebiet des Glaub Reserves gibt. Das wollten wir natürlich sehen. Da die Nashörner rund um die Uhr bewacht werden, war es klar, wo sich das kleine mit der Mutter befand.
Ja, Nashörner in Namibia muss man bewachen. Teilweise sogar bewaffnet. Es gibt noch immer Wilderer, die Nashörner nur wegen des Horn töten. Dieses wird dann gerieben als Pulver in Asien als Potenzmittel verkauft. EHRLICH? Kaut Fingernägel, wenn ihr sowas braucht! Der Guide erzählte, dass eines der Nashörner schon drei mal angeschossen wurde. Echt unfassbar!

Wir haben die kleine Kuh und ihr Mutter nach einer etwa 30 minütigen Wanderung entdeckt. Die kleine Dame war so sweet. Viel kleiner als ein Pony. Etwa die Größe eines großen Hundes, aber schon über 50 Kilogramm schwer. Wir beobachteten die beiden eine Weile und sie beobachteten uns. Nach etwa 30 Minuten wanderten wir dann schließlich weiter.
Wir haben auf unserem Weg noch Zebras und jede Menge Warzenschweine entdeckt. Die kleinen waren echt total witzig und haben uns so sehr an König der Löwen erinnert. Sie werden hier auch Pumba genannt. Das versteht wirklich international jeder! So witzig.


Am späten Nachmittag verabschiedeten wir uns dann schon im Ghaub Nature Reserve und unser Roadtrip führte uns in Richtung Süden. Weiter in Nähe der Hauptstadt Windhoek. Es setzte sogar Regen ein und gewitterte sehr heftig. Dann zog der Himmel wieder auf und aus dem fahrenden Auto sahen wir einen traumhaften Sonnenuntergang.
Die Midgard Lodge von O&L Leisure
Wir erreichten am Abend die Midgard Lodge von O&L Leisure und es war schon dunkel. Wir wurden sehr freundlich empfangen und der Checkin klappte hervorragend. Alle waren total freundlich und hatten auch jetzt (nach einem langen Arbeitstag) am Abend noch sehr gute Laune. Wir bezogen unsere Zimmer und gingen direkt zum Abendessen ins „The Barn“. Dies war die ehemalige Scheune, heute modern und elegant umgebaut zum Restaurant. Das Buffet war umfangreich und sehr lecker. Auch hier wurden wir sehr freundlich begrüßt und das Personal sorgte sich rührend um uns.
Unsere Zimmer waren groß und sehr modern eingerichtet. Wir hatten an jedem Zimmer einen riesigen Balkon und schon hier haben wir im dunkeln einen der drei Pools der Midgard Anlage gesehen. Alles war neu und sehr gepflegt, wir fühlten uns direkt sehr wohl und freuten uns auf die kommenden zwei Tage im Midgard von O&L Leisure.




Wir entdecken Midgard
Den nächsten Tag starteten wir auch im „The Barn“. Diesmal aber zum Frühstücken. Natürlich war das Buffet nicht weniger umfangreich als am Abend. So konnten wir perfekt in den Tag starten und wollten alles erstmal erkunden, was es in Midgard alles zu entdecken gibt.
Wir entdeckten ein kleines Auto-Museum, in dem neben einem Ford Mustang auch ein Trabant stand. Die Autos gehörten alle den ehemaligen Besitzern von Midgard. Dann zog es vor allem Flo und Ben zum Pool. Es gab gleich drei in Midgard. Dazu sind auf dem riesigen Anwesen ein großer Kinderspiel-Bereich mit Schaukeln und Klettergerüsten aufgestellt. Es gibt einen Tennis-Platz, ein Gym und sogar eine alte Kegelbahn, die wohl aus den 70er Jahren stammt, aber noch immer voll funktioniert. Diese haben wir dann auch am Nachmittag getestet. Sogar ein großen Schach-Spiel haben wir entdeckt. Hier gibt es wirklich sehr viel Freizeitbeschäftigung! Super cool!
Das Midgard bietet somit den perfekten Ort um eine Namibia Reise ausklingen zu lassen und noch etwas Entspannung und Freizeitbeschäftigung zu finden. Es werden auch Massagen angeboten, welche vielleicht der ein oder andere nach den holprigen und staubigen namibianischen Pisten braucht.

Reiten mit Libala Horse Trails in Namibia
Eine Besonderheit im Midgard ist die Anbindung eines Reitstalls an das Areal. Hier arbeiten Lisa und ihr Mann Phil-John von Libala Horse Riding. Sie betreuen nicht nur ihre Pferde im Midgard, sie bieten auch Reitstunden an. Es gibt sogar die Möglichkeit Reiterferien hier in Midgard zu machen.
Ganz so weit wollten wir nicht gehen, aber eine Stunde Reiten in Namibia war auch für uns reizvoll. Also ging es für uns auf Pferden eine Runde durch die Region um Midgard mit Phil-John als Guide. Wir sind nicht unbedingt die großen Reiter, aber wir haben alle schon mal auf einem Pferd gesessen.



Im Schritt ging es eine Stunde lang durchs Gelände. Die Pferde waren alle sehr entspannt und somit fühlten wir uns zu keine Zeit unsicher und es hat richtig Spaß gemacht. Es war nochmal eine ganz neue Perspektive auf die Natur Namibias.
Sunset Game Drive mit Guide Nicklaus
Danach hatten wir nicht viel Zeit. Denn es wartete Nicklaus auf uns mit seinem großen Safari-Auto. Er hatte eine Sunset-Tour mit uns geplant. Es ging raus aus der Midgard Lodge und wir fuhren die Berge hinauf. Nicklaus zeigte uns einige Pflanzen und Kräuter die er auf dem Weg fand. Und dann entdeckten wir auch Tiere. Wir haben Kudus, ein Gnu, Berg-Zebras und Perlhühner gesehen.
Wir erreichten dann ein Platteau auf einem Berg. Hier standen drei Steinbänke und Steintische. Nicklaus packte ein paar Snacks und kühle Getränke aus. Wir achteten eigentlich gar nicht großartig auf den Sonnenuntergang, sondern unterhielten uns sehr cool mit unserem Guide.


Er erzählte uns, dass er eigentlich aus dem Etosha Nationalpark stammt und sein Lieblingstier die Hyäne sei. Wir konnten das sehr gut verstehen, denn Hyänen sind durchaus intelligent und clevere Tiere. Und beeindruckend sind sie obendrein.
Hier im Midgard merkten wir auf jeden Fall, dass unsere Reise sich dem Ende neigte. Es war aber der perfekte Ort, um nochmal die Reise Revue passieren zu lassen. Wir erzählten Nicklaus von unseren Lieblingsorten, die wir besucht haben. So hatten wir ein sehr nettes Gespräch und der Sonnenuntergang wurde tatsächlich etwas nebensächlich.
Als es dunkel wurde, fuhren wir wieder zurück und im „The Barn“ in der Midgard Lodge gab es ein herrliches Abendessen vom reichhaltigen Buffet.
Sunrise Game Drive in Midgard
Noch einmal früh aufstehen hieß es für uns. Es war unser letzter Tag in Namibia und wir machten noch einmal einen Sunrise Game Drive mit Guide Nicklaus. Er fuhr im dunkeln mit uns zu einem Berg und wir hofften auf einen tollen Sonnenaufgang. Allerdings hatten die Wolken am Himmel etwas dagegen und die Sonne ließ sich nicht wirklich blicken. Nicklaus hatte aber einige Snacks und wärmenden Tee dabei. Das tat sehr gut.
Anschließend fuhren wir noch etwa eine Stunde durch die Region Midgard und sahen zahlreiche Tiere, wie schon am Vortag: Gnus, Zebras, Springböcke und viele Perlhühner.
Zurück in der Midgard Lodge by O&L Leisure gab es erstmal Frühstück für uns. Wir waren alle noch etwas verschlafen, aber das stärkende Frühstück brachte die Energie zurück. Nun hieß es auch schon Abschied nehmen von Midgard. Wir wollten vor unserem Rückflug nochmal nach Windhoek und wenigstens ein paar kleine Eindrücke von der Hauptstadt erhalten.
Windhoek – Die Hauptstadt von Namibia
Die Hauptstadt Windhoek liegt etwa eineinhalb Stunden namibische Piste vom Midgard entfernt. Das fuhr sich sehr easy und wir erreichten gegen Mittag Windhoek. Wir kamen an der Christuskirche vorbei, die wohl das bekannteste Bild aus Windhoek ist. Da haben wir weiter unten im Blog noch einen Tipp, für das perfekte Foto.
Traditionelles namibianisches Essen im Pepata
Erstmal ging es für uns ins Restaurant Pepata. Hier wartete die Besitzerin des Restaurants auf uns und wollte uns die traditionelle Küche von Namibia etwas näher bringen. Fragt uns bitte nicht, was es da für uns gab und wie das heißt. Wer da Ahnung hat, kann gern mal etwas dazu in die Kommentare schreiben.
Wir hatten eine Art Brei, welcher aus einem Getreide bestand, was lange gestampft und mit Wasser cremig wurde. Dazu gab es ein gekochtes Hühnchen, was sehr zäh war. Die Namibianer stehen da drauf. Und dazu gab es frittierte Mopane Raupen. Die gibt es hier wohl überall. Uns sind sie zuvor auf der Reise nicht über den Tisch gekrochen. Die waren aber durchaus ganz lecker.



Nach diesen verrückten kulinarischen Eindrücken ging es für uns weiter zur Christuskirche.
Der beste Blick auf die Lutherische Kirche in Windhoek
Die Christuskirche haben wir ja, wie oben geschrieben, schon auf dem Weg zum Pepata Restaurant passiert. Es gibt viele Bilder von der Kirche von oben und wir fragten uns, wie man das machen kann. Wir haben dann das Gebäude des Unabhängigkeits-Gedenkmuseum gesehen. Dort oben gibt es ein Restaurant mit drei Terrassen. Eine davon ist genau in der Richtung zur Christuskirche.
Wir sind also dort hinauf gefahren und haben uns noch einen Kaffee bestellt und dann die Aussicht auf die Christuskiche und Windhoek genossen. Wer also in Windhoek ist und dieses Foto machen möchte, der sollte das Restaurant besuchen. Aber Macht nicht einfach nur ein Foto, sondern kauft auch etwas! Der Kuchen ist fantastisch und die Portionen sind riesig!

Der Traditionelle Markt in Windhoek
Unser wirklich letzter Stopp in Windhoek war der Craft Market, eine kleine mehrstöckige Halle mit vielen kleinen Läden. Diese verkaufen traditionelle Handwerkskunst, aus Holz, Kleidung und Schmuck. Dazu gibt es noch ein Café. Dieser Ort ist perfekt für Souvenirs und Flo wollte noch das Mankala Spiel haben, welches er im Damaraland Camp gelernt hatte.
Das Spiel haben wir auch tatsächlich hier gefunden und auch eines mitgenommen. Unser letztes namibianisches Geld wurde dann in Kaffee und Limonade hier im Café angelegt. So hatten wir dann auch wirklich kein Bargeld mehr.
Dazu noch ein Tipp: Man kann in Namibia fast überall mit Karte bezahlen. Bargeld sollte man aber dennoch dabei haben. Denn für die Guides, für Personal in den Hotels und auch unterwegs lohnt es sich immer ein Trinkgeld parat zu haben. Die Deutschen gelten hier als sehr großzügig und oft leben die Menschen zum großen Teil von diesem Geld. Also seid fair und nicht geizig!
Rückblick auf die Namibia-Reise mit Jacana Safaris & Tours
Die Namibia-Reise erfüllte einen lang gehegten Traum und wurde dank perfekter Organisation von Jacana Safaris & Tours und herzlicher Begegnungen zu einem unvergesslichen Abenteuer. Von Windhoek über die Wüste Namib, das Damaraland, den Etosha Nationalpark bis hin zur Midgard Lodge erlebten wir als Familie eine Mischung aus atemberaubender Natur, spannenden Safaris, kulturellen Eindrücken und vielen emotionalen Momenten.
Die Reise begann mit spektakulären Wüstenlandschaften, Wanderungen auf die Dünen von Sossusvlei, Aktivitäten wie Quad-Touren oder Fahrten nach Sandwich Harbour und Begegnungen mit Wüstentieren. Unterkünfte wie das Desert Rhino Camp, das Damaraland Camp oder die Lodges der Gondwana Collection boten außergewöhnlichen Komfort, warmherzige Gastfreundschaft und oft sogar besondere Überraschungen wie Dinner unter dem Sternenhimmel oder Sundowner-Erlebnisse.
Ein Höhepunkt war die intensive Tierbeobachtung: Bei Sunset-Touren und Safaris begegneten wir Giraffenherden, Elefanten, Löwen, Hyänen, Nashörnern, Zebras, Springböcken, Straußen und vielen weiteren Wildtieren – teils aus wenigen Metern Entfernung. Besonders beeindruckend waren die seltenen Spitzmaulnashörner im Damaraland, die mit erfahrenen Trackern aufgespürt wurden, sowie spätere Begegnungen mit Breitmaulnashörnern auf einer geführten Walking Safari. Die Guides erklärten Pflanzen wie den giftigen Milky Bush, zeigten Spuren, teilten Wissen über Tiere und erzählten aus ihrem eigenen Leben.
Neben den Safari-Abenteuern prägten auch kulturelle Einblicke die Reise: Begegnungen mit Camp-Crews, die abends sangen, traditionelle namibische Gerichte, ein Bush-Frühstück zum Sonnenaufgang oder ein afrikanisches Dinner am Feuer. In Swakopmund und Windhoek wurde die deutsche Kolonialgeschichte sichtbar, während Kunstmärkte, Restaurants und lokale Spiele wie Mankala für Abwechslung sorgten.
Besondere Momente wie Schlafen unter Sternen, ein freundschaftliches Miteinander mit Guides wie Nicky, Rutavi oder Nicklaus, spontane Tierbeobachtungen entlang der Straßen und kulinarische Ausflüge – von BBQ bis zu Mopane-Raupen – machten die Reise abwechslungsreich und emotional intensiv.

Die letzte Station, die Midgard Lodge, bot perfekte Entspannung mit Pools, Freizeitaktivitäten, Reitausflügen und Game Drives – ein idealer Ort, um die Erlebnisse Revue passieren zu lassen, bevor es nach Windhoek ging, wo traditionelle Küche, der Aussichtspunkt am Unabhängigkeitsmuseum und der Craft Market den Abschluss bildeten.
Insgesamt bleibt Namibia als Land voller Weite, Wüstenzauber, einzigartiger Tierwelt und herzlicher Menschen in tiefster Erinnerung – eine Reise, die inspiriert, berührt und lange nachklingt.